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Einfamilienhaus Ekoflin, Schiedam | Niederlande

Fakten

Projekt Einfamilienhaus
„Ekoflin Active House“
Ort Schiedam, Niederlande
Errichtung 2016

Bauherr Familie von Meding
Architektur KAW Architecten
Rotterdam
Ausführung
Bouw-en van Wijck B.V.
BBS Verwendung Wände und
Decken aus 60 m³ BBS Elementen
in Wohnsichtqualität

Ein Leben ohne Energiekosten, ohne fossile Brennstoffe und für eine bessere Zukunft. Dafür muss man nicht in einer Lehmhütte hausen – ganz im Gegenteil sogar! Das Ekoflin Active House in Schiedam zeigt, dass Nachhaltigkeit auch modern und komfortabel sein kann. Das Gebäude wurde auf einer Konversionsfläche Schiedams gebaut, auf welcher zuvor ein Krankenhauskomplex gestanden ist. Nach dem Abriss des Krankenhauses wurde aus der frei gewordenen Fläche eine Wohnfläche geschaffen. Um ein schönes Stadtbild zu kreieren, kombinierte man bei den Häusern die traditionelle Bauweise mit der Moderne der 20er Jahre. Somit entstand eine stilvolle Mischung aus Art Deco- und Backsteinarchitektur. Ein ganz besonderes Detail stellen die minimalistischen sowie modernen Fenster in Stahloptik dar. Die Dreifachverglasung und das Aluminium sorgen zudem für gute Energiewerte.




Das Gebäudekonzept

Die Bezeichnung „Active House“ bedeutet, dass ein Haus insgesamt mindestens so viel fossilfreie Energie liefert, wie es verbraucht. Der Energieverbrauch des Hauses wurde so niedrig wie möglich gehalten. Dadurch waren die Standards der Isolationswerte und die Qualität der Ausführung umso bedeutender. Nach einem Jahr Nutzung konnte bei dem Active House in Schiedam ein Überschuss von 1000 kWh festgestellt werden. Bei einem solchen Gebäude geht es darum, saubere Energie zu verwenden und zugleich Energiekosten zu sparen, aber auch der Wohnkomfort steht deutlich im Vordergrund: Viel Sonnenlicht, Frischluft und eine intelligente räumliche Zonierung sind essentiell.
Die Vermeidung so vieler schädlicher Baustoffe wie nur möglich ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Errichtung eines gesunden Zuhauses. Einer der Gründe warum sich die Bauherren für den Baustoff Brettsperrholz BBS entschieden haben.

Die Positionierung der Fenster und der offene Grundriss des Erdgeschosses lassen das Haus wie ein offenes Loft wirken. Die Zimmer wurden bewusst klein gehalten, um die Treppe, den Flur und den Überlauf mit einem kleinen Überschuss zu ermöglichen. Das lässt den gesamten Wohnbereich weitaus großräumiger wirken.

Explosionszeichnung des Gebäudes
Grundrissplan Erdgeschoss

Die Baumateralien

Für den Fußbodenaufbau wurde statt einem Zementfußboden ein schwebender Trockenaufbau angefertigt. Somit ist das komplette Gebäude ökoeffektiv. Dies bedeutet, sollte das Haus abgerissen werden, kann jedes einzelne Stück wiederverwendet werden. Die Brettsperrholz BBS Elemente in Wohnsichtqualität der Wände wie auch Decken, sind miteinander verschraubt und entsprechen diesem Konzept zu 100 %.

Einer der vielen Vorteile des Holzbaus ist, dass das Installationskonzept trotz CO2-gesteuerter Lüftungsanlage ohne horizontale Verlegung auskommt. Daher mussten keine großen Querschnitte horizontal untergebracht werden. Für Technikräume und separate Zugänge musste kein Platz verschwendet werden, da alles in Zwischenräumen integriert werden konnte. Die komplette Technik wurde in einem zentralen Bereich der Bäder in der Nähe der Einbauschränke untergebracht. Somit konnte viel mehr nutzbare Wohnfläche herausgeschlagen werden, als im herkömmlichen Bau.

Mit dem Holz und der Natur im Einklang

Der Innen- und der Außenbereich wurden stilistisch stimmig gestaltet. Durch Maasgrind, einer speziellen Kies-Art, und dem weiß gebeizten Holz entsteht ein harmonischer Übergang von außen nach innen. Der Garten auf der Ostseite wurde durch eine Holzterrasse ergänzt. Durch die ideale Platzierung des Gartens kann man die Sonne dort bis zu den Mittagsstunden genießen.

Die Bereitschaft für den Massivholzbau in den Niederlanden ist noch ausbaufähig. Allerdings ist hier die Logistik-Organisation um einiges besser als im deutschsprachigen Raum. Daher eignen sich die binderholz Elemente hervorragend in der niederländischen Baulogistik als Ersatz für Beton-Fertigteile, womit hier meistens im Niedrigpreissegment gearbeitet wird.

Fotos: ©binderholz

Pläne: ©KAW Architecten Rotterdam

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