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Kindertagesstätte, Grünberg | Deutschland

Fakten

Projekt Kita Grünberg
Ort Grünberg, Deutschland
Errichtung 2017

Bauherr Gemeinde Grünberg
Ausführung Holzbau
Hartmann Holzbau GmbH & Co. KG
Architektur Schmees | Wagner
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Statik Dipl. Ing. Michael Kuhn
BBS Verwendung
ca. 1.050 m² BBS 125 Decken
in Sichtqualität und
1.200 m² BBS XL Wand

Die Kindertagesstätte in Grünberg wurde 2017 errichtet. Das Erd- und das Obergeschoss des Projekts wurden aus Brettsperrholz BBS, großteils in Wohnsichtqualität, gebaut. Insgesamt wurden ganze 2,6 Mio. € in die neue Kindertagesstätte mit vier Betreuungsgruppen investiert.

 

 

 





Konzept

Die Umgebung des neu gebauten Kindergartens entspricht einem typisch städtischen Wohngebiet. Durch die annähernd gleich groß gehaltenen Grundstücke differenzieren sich die Gebäude lediglich durch die individuellen Gestaltungswünsche der Bewohner. Das Grundstück der Tagesstätte liegt direkt an einer wenig befahrenen Straßenkreuzung und weist ein Gefälle von 0.3 m von Nordwesten nach Südosten auf. Es fungiert als Übergang zwischen dem Wohngebiet aus den 80er Jahren und dem neu geplanten Wohnviertel.

Da das komplette Gebäude mit binderholz Brettsperrholz BBS Elementen ausgeführt wurde, zeichnet sich dieses durch eine besonders hohe Nachhaltigkeit aus. Dadurch ist das komplette Bauwerk recycelbar und der Verbrauch der Energieressourcen bei der Errichtung konnte so auch möglichst klein gehalten werden. Durch die kompakte Beschaffenheit des Baus wird zudem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Oberfläche, Volumen und den unbebauten Flächen zwischen den Wohngebieten gewährleistet.
Besonders die Einbringung eines Split-Levels gilt in diesem Fall als sehr sinnvoll und die Fläche wird dadurch optimal genutzt. Zudem werden dadurch die Unebenheiten des Grundstücks gekonnt verborgen.

Der Außenbereich ist für zwei der vier Gruppen nicht direkt zugänglich, was allerdings durch den zentralen Spiel- und Erschließungsraum wieder ausgeglichen wird. Den Mehrzweckraum erreicht man separat und barrierefrei von Norden. Der Fensteranteil wurde bewusst auf das Wesentliche reduziert und bildet mit der Fassade ein harmonisches Gesamtbild.

Umsetzung

Östlich des Gebäudes befinden sich die notwendigen Stellplätze sowie der Zugang für Fußgänger und Radfahrer. Auf der Nordseite befindet sich der Nebeneingang für die abendliche Vereinsnutzung. Der Haupteingang besteht aus einer Glasfuge, die zwischen den beiden Bauten mit vielfältigen Treppen- und Sichtverbindungen konstruiert wurde und zugleich als Verbindungsstück fungiert. Hier befindet sich der Begrüßungs- bzw. Verabschiedungsbereich, eine Cafébar für die Eltern und KindergärtnerInnen sowie verschiedenste Spielmöglichkeiten für die Kleinen. Das eingeschossige Gebäude dient hauptsächlich für die zentrale gemeinsame Nutzung und die Verwaltung, wohingegen das zweigeschossige für die Gruppenräume und die dazu gehörigen Nebenräume gebaut wurde.

Abgesehen von der betonierten Bodenplatte, ist das Gebäude eine reine Holzkonstruktion mit mineralischen Dämmstoffen. Die Außenwände wurden mit einer sägerauen Schalung aus grau lasierter sibirischer Lärche bekleidet. Die Innenwände wurden mit weiß gekälkten 3-Schichtplatten beplankt. Die Decken bestehen aus binderholz Brettsperrholz BBS und wurden in den sensiblen Bereichen mit Akustiklamellen versehen. Insgesamt wurden in etwa 1.050 m² Brettsperrholz BBS 125 in Wohnsichtqualität für die Decken und ca. 1.200 m² Brettsperrholz BBS XL Elemente, davon 80 % in Sichtqualität, für die Wandkonstruktionen verwendet. Um die Kindertagesstätte noch fröhlicher wirken zu lassen, wurden die Dächer begrünt und die Fußböden mit einem farbigen Linoleumbelag ausgelegt.

Zur Energieversorgung wurde die Kita an das Biomasseheizkraftwerk, welches das gesamte Wohngebiet versorgt, angeschlossen. Die Beheizung erfolgt über die Fußbodenheizung mit integrierter Einzelraumregelung. Um einen gesunden Luftanteil in den Gruppen- und Mehrzweckräumen zu garantieren, wurden oberhalb der Sanitär-und Nebenräume CO2-gesteuerte Klein-Lüftungsgeräte mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad installiert. Durch diese Rückgewinnung ist die Nachheizung der Zuluft in den Wintermonaten nicht notwendig. Für eine angenehme Temperatur in den Winter- sowie auch den Sommermonaten sorgen die Glasfassaden und ein außenliegender Sonnenschutz.

Fotos: ⓒ Klaus Wagner

 

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