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REFERENZ

Wohn- und Aktivitätszentrum Bergheim, Halden| Norwegen

In der norwegischen Gemeinde Halden wurde am 1. April 2019 das landesweit größte Wohn- und Aktivitätszentrum für Menschen mit Demenz eröffnet. Das Gebäude in Massivholzbauweise mit einer Fläche von 11.000 m² bietet neben 96 Wohneinheiten auch Platz für einen Kulturraum, ein Café, einen Fitness- und Wellnessbereich, einen Friseur und weitere Funktionsräume für die Bewohner, Mitarbeiter und Angehörige.

 

FAKTEN

Projekt Wohn- und Aktivitätszentrum - Halden kommune
Ort Halden, Norwegen
Errichtung 2019
Projekttyp Neubau, Pflegegebäude
Fläche 11.000 m²
Auftraggeber Gemeinde Halden
Bauunternehmen Solid Entreprenør AS
Leiter der Designgruppe Multiconsult
Architektur LINK Arkitektur
Innenarchitekt Cadi
Verwendung 2400 m³ binderholz Brettsperrholz BBS davon 700 m³ in Sichtqualität, 100 m³ Brettschichtholz

Projekt

Für den Gemeinderat von Halden stand fest, dass das Bergheimer Wohn- und Aktivitätszentrum in Massivholzbauweise errichtet werden soll. Neben den Umweltaspekten Natürlichkeit und Nachhaltigkeit und dem Vorteil eines ausgezeichneten Raumklimas, macht das Massivholzprojekt deutlich, dass die Gemeinde die klimatischen Herausforderungen ernst nimmt.
Das Designteam Multiconsult und Link Architektur konnten mit ihrem Projektentwurf den Architekturwettbewerb im Sommer 2017 für sich entscheiden.

Die Vorarbeiten für das Projekt begannen parallel mit dem Abriss eines älteren Gebäudebestandes auf dem Grundstück. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Auftraggebern, Planern, Lieferanten und Handwerkern konnte nach nur ca. 12 Monaten Bauzeit der komplette Gebäudekomplex fertiggestellt werden. Durch den hohen Vorfertigungsgrad dauerte die Montage der Massivholzelemente nur etwa drei Monate. Die Anordnung der zusammenhängenden Gebäudeteile ähnelt einer Hufeisenform und bietet in der Mitte einen weitläufigen Garten. Durch die außergewöhnliche Geometrie der Dachkonstruktion werden verschiedene Raumhöhen im Dachgeschoss des zwei- bis dreistöckigen Gebäudes erzeugt. Von entscheidendem Vorteil für die Auftraggeber ist darüber hinaus die große Flexibilität, die die Holzbauweise mit sich bringt, wodurch künftige Erweiterungen des Gebäudes bei entsprechendem Bedarf jederzeit möglich und einfach umzusetzen sind.

Umsetzung

Aufgrund eines knappen Zeitrahmens erfolgte die Umsetzung durch mehrere gleichzeitig arbeitende Montagetrupps, die sich sukzessive von außen nach innen zum Gebäudezusammenschluss vorarbeiteten. Insgesamt wurden 2400 m³ binderholz Brettsperrholz BBS davon 700 m³ in Sichtqualität und 100 m³ Brettschichtholz verbaut.
Für die Auftraggeber war es in Betracht des Zeitaspekts von entscheidender Bedeutung, dass die Massivholzelemente passgenau auch auf die Durchführung technischer Anschlüsse gefertigt waren, was dank des sehr hohen Vorfertigungsgrad der binderholz Baulösungen eine erhebliche Verkürzung der Montagedauer im Gegensatz zu anderen Bauformen darstellte.
Eine besondere Herausforderung bei dem Wohn- und Aktivitätszentrums für pflegebedürftige Bewohner stellte die Umsetzung des Brand- und Schallschutzes dar. Durch innovative Lösungen in Kombination mit der Holzbauweise konnten die hohen Anforderungen ausnahmslos erfüllt werden.
Die Fassade des Gebäudes besteht aus einer Kiefernverkleidung, die einen stimmigen Übergang zum weitläufigen Garten im Innenhof schafft und sich harmonisch in die Umgebung einfügt.

Moderne Technik im Massivholzgebäude

Für die Gemeinde Halden war es einerseits wichtig, dass das neue Zentrum eine wohnliche Atmosphäre bietet, als auch mit den neuesten Technologien ausgestattet ist, um den Bewohnern ein sicheres Alltagsleben zu ermöglichen und den Mitarbeitern die Betreuung zu erleichtern. Hierfür besitzt jeder Bewohner eine Uhr, in die ein Sensor eingebaut ist, der Abweichungen zu normalen Bewegungen erkennt und einen Alarm auf den Empfängern der Mitarbeiter auslöst, sobald sich die Person möglicherweise in einer hilfebedürftigen Lage befindet.

Fotos: © Solid
Video: © Halden kommune

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