Internationale Studien bescheinigen dem Holzbau eine großartige Zukunft. War bis vor kurzem die ökologische Komponente ausschlaggebend, so kommen nun zunehmend handfeste ökonomische Argumente ins Spiel.
Projekte wie zum Beispiel der Wiederaufbau der Erdbebenregion rund um L´Aquila, Italien, beweisen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Massivholz-Systembauweise. Holz hat von allen Baustoffen das beste Verhältnis zwischen Gewicht und Tragkraft. Damit lassen sich in Holzbauweise Gebäude an besonders schwierigen Grundstücken, wie etwa an einem Bergrücken im Tiroler Zillertal, ebenso realisieren wie Dachaufbauten auf Gründerzeithäusern der Wiener Innenstadt. Holz ist der am häufigsten gewählte Baustoff, wenn es um Niedrigenergie- und Passivhäuser geht. Aus gutem Grund, wie Experten meinen – Holz schafft es, die bauphysikalischen Anforderungen in höchstem Maße zu erfüllen. Viele Menschen entscheiden sich für Holz aufgrund seiner raumklimatischen Eigenschaften: der angenehmen Oberflächentemperatur, der Fähigkeit, Temperatur und Feuchtigkeitsspitzen auszugleichen. Holz wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Menschen und damit auf ihre Gesundheit aus – auch das ist ein wirtschaftlicher Faktor.
Vorteile des Holzbaus
Wirtschaftlichkeit
Das geringere Eigengewicht von Holzkonstruktionen verringert den Aufwand für Gründung und Fundamente. Der hohe Grad an Vorfertigung erleichtert die Abwicklung auf der Baustelle und sichert standardisierte und überprüfbare Qualität. Die Baustelleneinrichtungen können kleiner gehalten werden, der logistische Aufwand ist geringer. Die trockene Bauweise verkürzt die Bauzeiten erheblich und ermöglicht damit eine frühere Nutzungder Gebäude, was wiederum die Finanzierungszeiten reduziert.
Vorfertigung
Holzbauelemente werden weitestgehend vorgefertigt. Daraus ergeben sich qualitative und terminliche Vorteile. In den Produktionshallen herrscht gleichmäßige Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die Monteure arbeiten unter guten Rahmenbedingungen, die Konstruktionen sind vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Arbeiten nachfolgender Gewerke wie Elektro- und Sanitärinstallationen werden vorbereitet, sodass der Baufortschrittauf der Baustelle koordiniert und zügig vorangeht.
CO2-Neutral
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff mit großem Einfluss auf das Klima. Während ihres Wachstums wandeln Bäume CO2 und Wasser in Sauerstoff um. Wird Holz als Baustoff, für Holzwerkstoffe oder Möbel verwendet, dient es für viele Jahre als sicherer CO2-Speicher. Jeder Kubikmeter Holz, der als Ersatz für andere Baustoffe dient, reduziert die CO2-Emissionen in die Atmosphäre um durchschnittlich 1,1 Tonnen.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ruht auf drei Säulen: einer ökonomischen, einer ökologischen und einer gesellschaftlichen. Alle drei müssen im Einklang stehen, um von Nachhaltigkeit sprechen zu können. Bauen mit Holz erfüllt sie alle. Bauen mit Holz ist wirtschaftlich. Der Ertrag und die Arbeitsplätze bleiben in der Region. Bauen mit Holz ist ökologisch, weil Holz ein nachhaltiger Rohstoff ist. Und Bauen mit Holz ist gesellschaftlich wertvoll, weil Holzbauten energetisch optimiert und deshalb dauerhaft leistbar sind.
Zeitersparnis
Die Zeitersparnis durch Holzbau mit binderholz Produkten kann bei der Errichtung großvolumiger Gebäude beträchtlich sein. Der hohe Grad an Vorfertigung verkürzt die Bauphase erheblich. Tragende Wandelemente müssen nur noch versetzt und miteinander verbunden werden. Trocknungszeiten für Mauerwerk oder Estriche entfallen. Aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts können die Holzfertigelemente auch sehr großflächig dimensioniert sein.





