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Hotel 2050, Rutesheim bei Stuttgart | Deutschland

Projekt Viergeschossiges Hotel
in Hybridbauweise
Ort Rutesheim, Deutschland
Errichtung 2015

Bauherr
Bettina und Joachim G. Wünning
Architektur
Brünninghoff GmbH & Co. KG
Ausführung
Brünninghoff GmbH & Co. KG

Auf einer Brutto-Grundfläche von 2412 m² bietet das neue Geschäftshotel „2050“ in Rutesheim Platz für 40 komfortable Zimmer mit einer Grundfläche von je 20 bis 23 m². Die Bauzeit des gesamten Hotels betrug 12 Monate mit nur 9 Wochen Montagezeit des Edelrohbaus.
Die Besonderheit des Projekts liegt in der nachhaltigen Hybridbauweise, bei der die Baustoffe Holz und Beton intelligent miteinander kombiniert und in einen Verbund gebracht wurden. Bis auf den aus Betonfertigteilen konstruierten Treppenhauskern besteht das Gebäude primär aus Holz. Alle Außenwände sind aus binderholz Brettsperrholz BBS gefertigt.



Bei den Decken handelt es sich um die BBS 125 Systemdecke mit einer Stärke von 14 bis 16 cm, zum größten Teil in Sichtqualität ausgeführt. Durch die intelligente kombinierte Hybridbauweise, verbunden mit einer hohen Vorfertigung der eingesetzten Materialien, konnte eine schnelle und wirtschaftliche Abwicklung der Bauaufgabe erfolgen und es wurden Kosten eingespart.

Ökologischer Wandaufbau

Die 10 bis 16 cm dicke BBS Massivholzwand bildet - zusammen mit einer Rahmenkonstruktion aus Holz - die Außenwand des Gebäudes. Eine Gefachdämmung von 14 cm Dicke sorgt hier für den notwendigen Wärmeschutz. Die Fassade ist als Wärmedämmverbundsystem ausgeführt. Als Fassadendämmung wurden Holzfaserdämmplatten in einer Dicke von 6 cm verwendet. Der Aufbau der Außenwände unterstreicht so den ökologischen Charakter des Gebäudes. Die abschließende Außenhülle bildet eine Schicht aus Putz, die auf den Wunsch der Bauherren in den Farben Rot und Weiß ausgeführt ist.

Aufgrund der Nutzung war der Schallschutz besonders wichtig, insbesondere zwischen den Hotelzimmern musste eine Schallübertragung ausgeschlossen werden, sodass die Gäste des Hotels keinen störenden Nebengeräuschen ausgesetzt sind, die den Komfort beeinträchtigen. Um die Vorgaben, die diesbezüglich in der DIN 4109 geregelt sind, erfüllen zu können, mussten die Außenwände mit Gipskarton beplankt werden. Auch die Innenwände aus Brettsperrholz wurden mit einer frei schwingenden Vorsatzschale erweitert. Die Schallproblematik die im Deckenbereich entstehen kann, wurde mit einer druckbelastbaren Dämmschüttung unterbunden. Die hohen brandschutztechnischen Auflagen, konnten durch den frühen Planungsbeginn des Brandschutzplaners gut erfüllt werden.  
Im Verlauf der Planung konnten zwei Brandbekämpfungsabschnitte definiert werden, die durch das Treppenhaus in F90-Qualität voneinander getrennt werden. Die weiterführenden BBS Wände am Treppenhaus sind mit einer beidseitigen Beplankung aus Feuerschutzplatten bekleidet, sodass ein Feuerübertritt an dieser Stelle verhindert werden kann.

Hohe Anforderungen an den Brand- und Schallschutz können durch intelligente Hybridlösungen, bei denen Holz als Primärbaustoff eingesetzt wird, flexibler erfüllt werden. Denn üblicherweise weisen diese massiven Konstruktionen keine Hohlräume auf, in denen sich das Feuer schnell ausbreiten kann. Damit lassen sich mit Holz sichere und nachhaltige Konstruktionen realisieren.

Video Zeitrafferfilm

Referenzblatt | Hotel 2050

Fotos: © Brüninghoff GmbH & Co. KG

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