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Alpenrestaurant Schmiedhof Alm, Zell am See | Österreich

Projekt Neubau Alpenrestaurant
Ort Zell am See, Österreich
Errichtung 2015

Bauherr Schmiedhof Alm GmbH
Architektur ARSP ZT GmbH
Ausführung Herzog Bau GesmbH
Ausführung Holzbau
Holzbau Maier GmbH
BBS Verwendung
Wände in Sichtqualität

Auf der Schmittenhöhe in Zell am See auf 1.720 m Seehöhe gelegen, entstand im Zuge des Generationenwechsels der Betreiber der Schmiedhof Alm ein besonderes Alpenrestaurant innerhalb des Skigebiets. Dafür wurde die bestehende Jausenstation rückgebaut und neu errichtet.
Die Architektur ist integraler Bestandteil des innovativen gastronomischen Konzeptes. Dabei bietet sie eine Atmosphäre, die im Unterschied zur bekannten Massenabfertigung in der Skigastronomie zum Verweilen einlädt.





Das Erscheinungsbild des neuen Gebäudes vereint Tradition mit zeitgenössischer Architektursprache. So beruht das architektonische Konzept auf einer Addition von Volumina verschiedener Formen: Auf das bestehende massive Sockelgeschoß wurde eine klassische Skihütte mit Satteldach in Holzbauweise aufgesetzt. Der beigestellte Sichtbetonmonolith verortet die Schmiedhof Alm im Berg.

Die Öffnungen in den Baukörpern folgen zwei grundlegenden Prinzipien: Die Fenster des Betonsockels und des Monoliths wurden hineingepresst um den massiven Ausdruck zu verstärken. Die Panoramaverglasungen des Holzbaus stülpen sich wie Guckkästen aus der Kubatur heraus und verzahnen so Innen und Außen. Die sich somit ergebenden Sitznischen bieten einen unverwechselbaren Blick auf den Großglockner im Süden und das Steinerne Meer im Norden.

Das Tragwerk der Skihütte besteht aus binderholz Brettsperrholz BBS in Sichtqualität Innen und innengedämmte Sichtbetonaußenwände für den Monolith, der die Betriebsküche beherbergt. Die Dachkonstruktion des Gastraumes wurde hochgedämmt in Holzbauweise ausgeführt. Sichtbar belassene Sparren übernehmen neben der Gliederung des offenen Raumes die Lastableitung, wobei die Untersicht mit offenen Holzleisten als Akustikdecke ausgeführt ist. Die Massivholzaußenwände sind ebenfalls hochgedämmt und außen mit einem vertikalen Holzschirm verkleidet. Aufgrund der sehr begrenzten Bauzeit nur in den kurzen alpinen Sommermonaten wurde allein der Betonquader vor Ort ausgeführt, sämtliche anderen Bauteile wurden als Fertigteile vorgefertigt und angeliefert.

Die Bewirtung findet in dem langgezogenen Baukörper und im Außenbereich für jeweils ca. 200 Personen sowie für eine kurze Stärkung am „Ski-Drive-In“ statt. Durch diesen innovativen Service wird hochwertige Gastronomie auch für ein preisbewussteres Publikum zugänglich gemacht. Für den konventionellen Besucher bietet die stützenfreie Überspannung des Gastraumes ein großzügiges und freies Raumerlebnis. Mithilfe der Unterteilung der aus der Fassade gesteckten Sitzfenster und halbhohen Raumteilern wird eine Atmosphäre erzeugt, die zum Verweilen einlädt.

Auszeichnungen | Preise

Dieses Projekt überzeugte die internationale Jury.
2016: Bronze in der Kategorie Dienstleistung - Architekturpreis der Vereinigten Staaten von Amerika

Fotos: © Friedrich Mayr Szummer, www.arsp.cc

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